G49

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G49 – NEST NEXT

Auf einem 620 Quadratmeter großen Grundstück in München – Trudering/Berg am Laim realisieren wir ein flexibles, effizientes, kreislauffähiges Wohnhaus mit ca. 280 m² Wohnfläche und über 400 m² Garten.

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G49 - Fotodokumentation des Baufortschritts

Wiederverwendung und Erhalt der Bestandsmaterialien

Für unser klimagerechtes, kreislauffähiges Pilotprojekt in der Gratlspitzstraße beginnt schon während dem Abriss im Januar das energie- und ressourcensparende Bauen. Für das Bestandsgebäude haben wir alle Materialien und Bauteile in einem Gebäudepass aufgenommen und die Möglichkeiten zur Weiterverwendung geprüft. Für die Wiederverwendung innerhalb des Projekts werden z.B. Dachziegel- sowie Betonsteine vorsichtig ausgebaut und auf dem Grundstück gelagert. Auch der Garten mit dem Apfel- und Zwetschgenbaum und dem Bestandsgartenhäuschen soll erhalten bleiben.

Startschuss für die Baustelle

Die Baustelle ist eingerichtet und es kann losgehen.

Auflager für Holz-Kellerdecke

Die Bodenplatte und Kellerwände bilden das Fundament des Hauses und können nur aus Stahlbeton gebaut werden. Doch ab der Kellerdecke setzen wir auf Holz, denn durch die Verwendung von Holz entsteht beim Bau eine „CO2-Senke“. Es ermöglicht auch unser Konzept der Demontierbarkeit weitgehend umzusetzen und sorgt für ein gesundes, angenehmes und behagliches Raumklima. Daher haben wir uns bei der Ausführung der Kellerdecke für Massivholz entschieden, für die hier das Auflager gebaut wird.

Reduzierte Abdichtung der Kellerwände

Der Keller aus Stahlbeton steht bereits. Um einen flächigen Abdichtungsanstrich zu vermeiden, wurde das Haus nur an den notwendigen Stellen mit Bitumen abgedichtet.

Montage Erdgeschoss

Um möglichst viele nachhaltige Baustoffe zu verwenden, werden selbst die nicht tragenden Innenwände aus Holz gefertigt.

Montage der Holz-Kellerdecke

Die ersten Holzbauarbeiten beginnen. Durch die Vorfertigung können die Elemente passgenau und schnell  montiert werden.

Fertigstellung des Obergeschosses

Für den Schutz der Holzdecke vor Regen bei der Montage gibt es eine Folie. Bei diesem Projekt dient sie außerdem als Rieselschutz, sodass auf eine weitere Folienebene verzichtet werden kann.

Reduzierter Wandaufbau

Durch einen reduzierten Wandaufbau werden Materialien eingespart und gleichzeitig mehr Wohnfläche generiert.

Zusammenarbeit Firma Achter

Dank langjähriger Zusammenarbeit sind die Arbeitsabläufe bekannt und der Bau kann reibungslos ablaufen.

Montage des Dachgeschosses

Das Dachgeschoss steht schon fast, jetzt fehlt nur noch das Dach. Durch das Bauen mit Holz ist es möglich die Elemente größtenteils vorzufertigen und somit sehr schnell zu Bauen. Somit kann innerhalb weniger Tage das ganze Haus entstehen.

Dämmung Außenwand und Dach

Die Außenwände und das Dach werden zwischen den Stehern bzw. Sparren mit Zellulose gedämmt. Zellulose wird aus Zeitungspapier recycelt, in dem das Papier zerkleinert und zerfasert wird, sodass Flocken entstehen. Bei einer Zellulose-Einblasdämmung werden die losen Flocken mithilfe von Luftdruck-Maschinen über Schläuche in Wand- oder Dachhohlräume eingeblasen.

Fertigstellung des Daches

Das Dach wird mit Holzfaserdämmung gedämmt, einem biologischen Dämmstoff aus aufgespaltenen Nadelholzstämmen, der frei von Chemikalien ist und sehr guten Hitze-, Schall- und Kälteschutz bietet.

Fertigstellung der Dacheindeckung

Die Dachfläche wurde mit möglichst vielen Bestandsziegeln eingedeckt und die Dachflächenfenster montiert

Eindecken der Dachfläche

Für das Eindecken der Dachfläche werden so viele Bestandsziegel wie möglich verwendet. Diese wurden vor dem Abriss sorgfältig abgenommen und auf der Baustelle gelagert.

Durchführung Blower-Door-Test

Mit dem Differenzdruck-Messverfahren (Blower-Door-Test) wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Lecks in der Gebäudehülle aufzuspüren und die tatsächliche Luftwechselrate zu bestimmen.

Der Blower-Door-Test wurde in der Gratlspitzstraße erfolgreich durchgeführt, das Haus ist dicht!

Einbau der Fenster

Die Fenster wurden inklusive Textilscreens als Sonnenschutz eingebaut. In den oberen Geschossen wurde bei den Fenstertüren außerdem eine Glasabsturzsicherung montiert.

Wiederverwendung der Gehwegplatten

… dann wurden die Gehwegplatten gesäubert …

Wiederverwendung der Gehwegplatten

Um den Schallschutz zu optimieren, wird die Holzdecke beschwert. Dafür werden möglichst viele, der früheren Gehwegplatten verwendet. Diese wurden beim Abriss ausgebaut und seitlich auf der Baustelle gelagert. Zuerst wurden die passenden Größen und Formate gesammelt …

Schlanke Leitungsführung

Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für energiesparsame und ausreichende Belüftung. Die reduzierten Lüftungsrohre werden später in einem Technikschrank „versteckt“, sodass man bei Bedarf einen einfachen Zugang zur Lüftungs-, Elektro und Wasserverteilung hat.

Wiederverwendung der Gehwegplatten

… und danach in den Bädern verlegt. Mit einer Ausgleichsschüttung werden anschließend die Fugen geschlossen und Höhenunterschiede ausgeglichen.

Bodenaufbau Wohnräume

In den Wohnräumen wird das Naturbausystem STEICO Floor unter Vollholzdielen verlegt.  Die integrierte Verlegeleiste wird auf beiden Seiten von Holzfaser-Dämmplatten getragen und hat somit keinen direkten Kontakt zum Untergrund, was die Schallübertragung wirksam und dauerhaft unterbricht. Auch in den Wohnräumen ist der komplette Bodenaufbau aus Gehwegplatten, Steico-Floor und Dielen recycel- und demontierbar.

Bodenaufbau in den Badezimmern

Nach Verlegung der Gehwegplatten wurden zur Reduzierung der Höhenunterschiede eine Ausgleichsschüttung eingebracht und darauf Trockenestrich-Platten verlegt. Der Trockenestrich besteht aus natürlichen Materialien (recyceltes Papier, Gips und Wasser). Sie sind praktisch emissionsfrei und enthalten keine gesundheitsgefährdenden Stoffe. Durch die Verwendung von Trockenbauplatten ist ein einfacher und sortenreiner Rückbau möglich.

Die Fassade nimmt Form an!

Die Holzfassade aus Thermokiefer wird montiert. Das Fassadenholz ist durch eine thermische Behandlung, ohne chemischer Holzschutzmittel, besonders dauerhaft und dimensionsstabil. Durch die Wärmebehandlung wird das Holz außerdem leichter, härter und resistenter gegen Pilze und Insekten. Die Oberfläche der Fassade ist mit einer Farbschicht auf silikatischer Basis endbehandelt, die ohne Zugabe biozider Filmschutzmittel auskommt und Cradle-to-Cradle zertifiziert ist.

Bezahlbar Bauen durch eigene Leistung

Durch einfachen Aufbau, die Auswahl natürlicher Baustoffe und klare Systeme können beim Hausbau viele Arbeiten selbst durchgeführt werden, mit ein klein wenig handwerklicher Begabung und Muskelkraft lässt sich bares Geld sparen.

Der Blick aus dem großen Garten

Blick aus dem großen, eingewachsenen Garten mit erhaltenen Apfelbäumen auf die Nordseite des Hauses.

Das Fassade ist fast fertig!

Bis auf zwei Aussparungen für die Vordächer ist die Fassade montiert, das Gerüst konnte abgebaut werden und es ist ersichtlich mit welchen gestalterischen und baulichen Merkmalen der Baukörper sich in die Baulücke einfügt.

Verlegen von rückbaubaren Fliesen von DryTile

Üblicherweise werden Bodenfliesen mit Mörtel fest verklebt, sodass sie bei einer Renovierung oder einem Abriss herausgeschlagen werden müssen. Damit das Gebäude möglichst einfach rückbaubar und kreislauffähig ist, wurden hier Dry-Tile Fliesen verwendet. Diese verfügen über eine unterseitige Korkschicht, die für eine einfache Verlegung mit optimalen Fugengrößen sorgt. Die Fliesen werden einfach auf den Boden gelegt, ihr Gewicht sorgt für den notwendig Halt. So kann auf eine Verklebung verzichtet werden. Die Fliesen eignen sich dadurch auch optimal für eine Verlegung in Eigenleistung.

Die Innentreppen wurden montiert

Die Holzwangen-Innentreppen mit Eichenstufen wurden eingebaut und fügen sich schön in die Wohnräume ein. Um auch im DG eine Wohnung abtrennen und als separate Einheit nutzen zu können, wurden hier zusätzliche Setzstufen eingebaut. Dies ermöglich die Umsetzung des flexiblen Konzeptes, sodass jede Etage eine eigenständige und vollständig abtrennbare Wohnung sein kann.

Die bodengleichen Duschen wurden gesetzt

Bodengleiche Duschwannen sorgen für eine barrierefreie Nutzung und Vergrößerung der Raumfläche in den kompakten Bädern.

Verlegen des Dielenbodens in Eigenleistung

Auch der massive Dielenboden kann mit etwas handwerklichem Geschick in Eigenleistung erbracht werden. Dabei kann sogar der Nachwuchs mit anpacken! Durch das System aus geschraubten Dielen auf dem Steico Floor System, ist das Verlegen einfach und rückbaubar …

Der fertige Dielenboden

… und das Ergebnis lässt sich sehen! Die naturgeölten Eichendielen harmonieren gut mit der Holzdecke. In der zweiten Haushälfte ist die Entscheidung der Dielen noch nicht gefallen. Hier können Käufer/innen also sogar noch mit gestalten.

Holzablagen in den Bädern

Aufputzleitungen zu den Aufsatzwaschbecken werden unter Holzablagen versteckt. Bei Bedarf kann auch hier leicht rück- und umgebaut werden, um bspw. mehr Bewegungsfläche in den Bädern zu erreichen.

Wärmepumpenkompaktgerät

Auch die Technik ist in dem Gebäude so kompakt wie möglich gehalten. Das Wärmepumpenkompaktgerät versorgt das Gebäude mit Frischluft, übernimmt gleichzeitig durch Vorkonditionierung der Luft das Heizen und Kühlen des Gebäudes nach Bedarf, und ist für die Warmwasserversorgung zuständig. Dafür ist eine Stellfläche von 0,75 qm ausreichend.

Eingangsbereich

Der Eingangsbereich ist durch den Glasausschnitt in der speziellen Passivhaus-Tür besonders hell. Wenn die Etagen getrennt voneinander bewohnt werden sollen, ist es möglich, zum innenliegenden Flur eine Tür einzubauen, sodass jede Etage einen eigenen Eingang hat, das Treppenhaus aber trotzdem gemeinsam benutzt werden kann.

Wechselrichter und Batteriespeicher

Damit der Strom, der in der eigenen PV-Anlage auf dem Dach erzeugt wird, gespeichert und bei Bedarf genutzt werden kann, ist im Keller ein entsprechender Batteriespeicher installiert. Eine Notstromfunktion sorgt dafür, dass das Gebäude auch im Falle eines Blackouts weiterhin mit Strom versorgt wird.

ZUKUNFTSSICHER & GENERATIONENGERECHT WOHNEN

UNABHÄNGIG MIT SAUBERER ENERGIE VERSORGEN

KREISLAUFFÄHIG & WOHNGESUND BAUEN

ILM14

ILM14

ILM14

Klimafreundliche Stadthäuser

Ilmstraße / Teuchertstraße, München-Kirchtrudering

TYP
Reihenhäuser

WOHNEINHEITEN
4

WOHNFLÄCHE
470 m²

FERTIGSTELLUNG
2023

Energiestandard
Passivhausstandard,
KfW Effizienzhaus 40 Plus

BAUWEISE
Holzbauweise

Leistungen NEST
Bauträger, Architektur, Energetische Fachplanung, Förder- und Zertifizierungsbegleitung, Vermarktung + Vertrieb, Vermietung

P#02

P#02

Innenhof 2

Innenhof 1

Garten Süd

Hochbeete

Punkthaus Nord

P#02

Gemeinschaftlich, Klimagerecht, Innovativ

Prinz-Eugen-Park, Ruth-Drexel-Straße, München

TYP
Wohnanlage

WOHNEINHEITEN
61

WOHNFLÄCHE
4.862 m²

FERTIGSTELLUNG
2020

Energiestandard
Passivhausstandard,
KfW Effizienzhaus 40 Plus

BAUWEISE
Holz- + Holz-Hybridbauweise

Leistungen NEST
Architektur, Bauträger, Energetische Fachplanung, Förder- und Zertifizierungsbegleitung, Vermarktung + Vertrieb

Innenhofansicht der Passivhaus-Wohnanlage NEST P#02 in München.

Im Münchner Quartier Prinz-Eugen-Park realisierte NEST 2020 die Wohnanlage P#02 mit 61 Eigentumswohnungen, Gemeinschaftsraum und Tiefgarage.
Die 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen sind auf sieben Gebäude verteilt und bilden eine ruhige und nachbarschaftliche Wohnanlage. Zwei 4-geschossige Punkthäuser sowie fünf Wohnriegel beherbergen sowohl klassische Geschosswohnungen als auch Stadthäuser und Maisonette-Einheiten. Jede Wohnung verfügt entweder über einen eigenen Garten, einen Balkon oder eine Dachterrasse. Jeweils zwei Wohnriegel sind zu einem Wohnhof mit integrierten Terrassen-Bereichen und kommunikativen Zonen zusammengefasst. Die Aufenthaltsräume sind nach Süden ausgerichtet und durch große Fensterflächen mit viel Tageslicht und passiver Solarenergie versorgt. 20% der Wohneinheiten wurden im Förderprogramm „München Modell“ der Landeshauptstadt München realisiert.

Piktogramm eines NEST-Passivhauses.

Energetischer Gebäudestandard

Alle Gebäude wurden als Passivhäuser zertifiziert und als KfW-Effizienzhaus 40 Plus realisiert.
Piktogramm zur Visualisierung der Energieversorgung unserer NEST-Passivhäuser.

Energieversorgung

Die Wohnanlage ist an das Fernwärmenetz der Stadtwerke München angeschlossen. Die Fernwärme weist einen sehr guten Primärenergiefaktor auf. Die Heizung innerhalb der Wohnungen erfolgt über klassische Heizkörper in allen Räumen.

Auf den Dächern der Gebäude wurden Photovoltaikanlagen mit insgesamt 110 kWp errichtet. Der dort erzeugte Solarstrom wird entweder von den Bewohnern direkt genutzt oder der Batteriespeicher speichert die nicht direkt benötigte Energie, so dass auch nach Sonnenuntergang Strom aus eigener Erzeugung zur Verfügung steht. Insgesamt kann in der Wohnanlage rund 40 % des Gesamtstrombedarfs gedeckt werden. Was dann noch fehlt, wird durch 100% Ökostrom aus dem öffentlichen Netz gedeckt. Dieses Mieterstromkonzept wurde gemeinsam mit dem Energieversorger Polarstern umgesetzt. Mit dieser zukunftsweisenden Energieversorgung beteiligen sich die Bewohner aktiv an der Energiewende und sparen zugleich Stromkosten.

Piktogramm, das den energetischen Gebäudestandard der NEST-Passivhäuser darstellt.

Baustoffe + Konstruktion

Die fünf Wohnriegel der Anlage wurden in reiner Holzbauweise mit vereinzelten Stahlstützen errichtet. Die 4-geschossigen Punkthäuser wurden in Hybridbauweise (massive Tragkonstruktion und nichttragende Holzaußenwände) realisiert.

Piktogramm zur Darstellung unserer verwendeten und nachhaltigen Ressourcen.

ResSourcen

Der Anteil an nachwachsenden, heimischen und zertifizierten Rohstoffen wurde durch die Holzkonstruktion, Holzfenster sowie Echtholzparkett maximiert.

Eine unterirdische Regenwasserzisterne sammelt und filtert das Niederschlagswasser, welches den Bewohnern der beiden Punkthäuser für Toilettenspülung, Waschmaschinen und Gartenwasser zur Verfügung steht.

Für einheimische Vogelarten, die in den glatten Fassaden der modernen Städte immer weniger Nistplätze finden, wurden in den Punkthäusern Nistkästen in die Fassade integriert.

Piktogramm einer Familie, die das nachhaltige Wohnen mit NEST darstellt.

Nachhaltig Wohnen

Unterschiedlichste, barrierefreie Wohnungstypen schaffen Raum für eine vielfältige Bewohnerschaft. Die Grundrisse wurden in enger Planungsarbeit mit den Käufern auf deren Wünsche abgestimmt, so entstanden individuelle Wohneinheiten.

Um die Bildung einer engen Käufergemeinschaft zu unterstützen, führte NEST während der Planungs- und Bauphase diverse Käufertreffen durch, bei denen sich die zukünftigen Bewohner bereits in dieser frühen Phase kennenlernen konnten und über Planung und Konzepte informiert wurden.

NEST stellt den Bewohnern einen großzügigen, flexibel bespielbaren Gemeinschaftsraum mit Küche, Duschbad und angrenzendem Gemeinschaftsgarten zur Verfügung. Wie dieser genutzt werden soll, entscheidet die Eigentümergemeinschaft in einem von NEST organisierten Arbeitskreis selbst. Ob für Feste, Gästeappartement oder einfach als Treffpunkt – es ist der geeignete Ort für Begegnung und gelebte Nachbarschaft.

Die Bewohner halten sich nicht zuletzt aufgrund des Gemeinschaftskonzepts gerne in der Wohnanlage auf und bilden eine soziale, enge und verantwortungsvolle Gemeinschaft, in der sich alle stark mit der Wohnanlage und ihrer Umgebung identifizieren.

Um das Projekt mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept abzurunden, gibt es in der hellen, natürlich belüfteten Tiefgarage an jedem Stellplatz Lademöglichkeiten für Elektro-Autos. Die Stromanschlussleistung der gesamten Wohnanlage ist so hoch angesetzt, dass jetzt und in Zukunft an jedem Stellplatz gleichzeitig ein E-Auto geladen werden kann. Eine Schnell-Ladestation steht auf dem Stellplatz des Gemeinschaftsraums zusätzlich zur Verfügung. Drei große Fahrradräume sowie ausreichend Fahrradstellplätze im Erdgeschoss bieten Platz für Räder und Anhänger der Bewohner. Der von NEST organisierte Käufer-Arbeitskreis Mobilität realisiert ein innovatives Sharing-Konzept innerhalb der Eigentümerschaft.

Piktogramm zur Visualisierung der Fördermöglichkeiten von NEST-Projekten.

Wirtschaftlichkeit

Der extrem energieeffiziente Gebäudestandard führt für die Eigentümer zu langfristig niedrigen Heizkosten und macht sie weitgehend unabhängig von steigenden Energiepreisen. Durch das Mieterstromkonzept haben die Bewohner die Möglichkeit, den auf den Dächern produzierten, günstigeren Strom über den Energieversorger Polarstern zu beziehen.

Durch den KfW 40 Plus Effizienzhaus-Standard konnten die Eigentümer bei ihrer Finanzierung die vergünstigten Darlehen der KfW inklusive Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen.

Durch ein innovatives Planungsmodell konnten benachbarte Wohneinheiten im NEST P#02 zu einer größeren Wohnung zusammengefügt werden, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder getrennt und als Einzelwohnungen zur Verfügung stehen können. Dies ermöglicht eine besondere Flexibilität sowohl im Wohnen als auch in der Finanzierung.

Die besonders hohe Bauqualität des Passivhaus-Standards in Zusammenspiel mit dem zukunftssicheren Energiekonzept garantiert den Eigentümern zudem eine hohe Wertstabilität und geringe Instandhaltungskosten.

Piktogramm zur Darstellung des Co2-Verbrauchs der NEST-Passivhäuser.

Co2

Der von NEST errechnete CO2-Fußabdruck für den Bau (ca. 1.900 t) und der Energiebedarf (ca. 12 t/Jahr) der gesamten Wohnanlage liegt durch Holzbau, hohe Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien bereits weit unter dem herkömmlicher Wohnanlagen. Durch die Pflanzung von 5.000 Bäumen wurde nicht nur der Bau der Wohnanlage von NEST kompensiert, sondern auch der CO2-Bedarf für das Wohnen für die nächsten Jahrzehnte. Die Eigentümer können damit diesen Anteil an ihrem privaten Fußabdruck außer Acht lassen – denn sie wohnen bereits tatsächlich klimaneutral. Durch die Baumpflanzung wurde darüber hinaus das verbaute Holz wieder an die Natur zurückgegeben.

P#01

P#01

NEST_P1_Punkthaeuser_Sued

Front

Westansicht

Innenhof 1

Wohnzimmer 1OG

Riegel1 Süd

P#01

NACHHALTIG, QUALITÄTVOLL, BEZAHLBAR

Prinz-Eugen-Park, Ruth-Drexel-Straße, München

TYP
Wohnanlage

WOHNEINHEITEN
55

WOHNFLÄCHE
3.547 m²

FERTIGSTELLUNG
2018

Energiestandard
Passivhausstandard,
KfW Effizienzhaus 40 Plus

BAUWEISE
Holz- + Holz-Hybridbauweise

Leistungen NEST
Architektur, Generalübernehmer, Energetische Fachplanung, Förder- und Zertifizierungsbegleitung, Globalverkauf, Vermietung

Westansicht der Passivhaus-Wohnanlage NEST P#01 im Prinz-Eugen-Park in München.

Mitten im neu entstandenen Quartier Prinz-Eugen-Park in München und umgeben von altem Baumbestand und üppigem Grün realisierte NEST 2018 die Wohnanlage P#01 mit 55 Mietwohnungen, Gemeinschaftsraum und Tiefgarage. Die Wohnungen entstanden im Rahmen des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus der Stadt München. Aufgrund der innovativen Konzeptbewerbung erhielt NEST bei der Grundstücksausschreibung der Stadt München den Zuschlag. Mit einer zukunftsorientierten Planung und Projektentwicklung verkaufte NEST das Projekt an einen privaten Investor und realisierte für diesen die Wohnanlage als Generalübernehmer. Um das Rundum-Paket für den neuen Eigentümer abzuschließen, übernahm NEST auch die Erstvermietung der Wohnungen.

Die 55 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen unterschiedlichster Typologie – von Geschosswohnungen bis zum Stadthaus – sind aufgeteilt auf zwei 4-geschossige Punkthäuser sowie vier niedrigere sogenannte „Atriumhaus“-Riegel. Die Atriumhäuser schließen sich zu je zwei gemeinschaftlichen Wohnwegen zusammen. Jede Wohnung besitzt einen nach Süden ausgerichteten Terrassenhof, Balkon oder Dachterrasse. Alle Aufenthaltsräume sind nach Süden ausgerichtet und durch große Fensterflächen mit viel Tageslicht und passiver Solarenergie versorgt. Ein besonderes Erschließungssystem in den Wohnwegen mit integrierten Terrassen-Bereichen und kommunikativen Zonen ermöglicht bei Maximierung der Wohnfläche gleichzeitig eine enge Mietergemeinschaft.

Piktogramm eines NEST-Passivhauses.

Energetischer Gebäudestandard

Alle Gebäude wurden als Passivhäuser zertifiziert und als KfW-Effizienzhaus 40 Plus realisiert.
Piktogramm zur Visualisierung der Energieversorgung unserer NEST-Passivhäuser.

Energieversorgung

Die Wohnanlage ist an das Fernwärmenetz der Stadtwerke München angeschlossen. Die Fernwärme weist einen sehr guten Primärenergiefaktor auf. Die Heizung innerhalb der Wohnungen erfolgt über klassische Heizkörper in allen Räumen.

NEST hat mit P#01 als erster Bauträger deutschlandweit eine Mieterstrom-Wohnanlage mit Groß-Batteriespeicher realisiert. Auf den Dächern der Gebäude wurden dazu Photovoltaikanlagen mit 80kWp errichtet. Der dort erzeugte Solarstrom wird entweder von den Bewohnern direkt genutzt oder der Batteriespeicher speichert die nicht direkt benötigte Energie, so dass auch nach Sonnenuntergang Strom aus eigener Erzeugung zur Verfügung steht. Insgesamt kann in der Wohnanlage rund 40 % des Gesamtstrombedarfs gedeckt werden. Was dann noch fehlt, wird durch 100% Ökostrom aus dem öffentlichen Netz gedeckt. Dieses Mieterstromkonzept wurde gemeinsam mit dem Energieversorger Polarstern umgesetzt. So ist jederzeit eine saubere, sichere und preiswerte Stromversorgung garantiert.

Piktogramm, das den energetischen Gebäudestandard der NEST-Passivhäuser darstellt.

Baustoffe + Konstruktion

Die vier Atriumhäuser wurden in reiner Holzbauweise mit vereinzelten Stahlstützen errichtet, die 4-geschossigen Punkthäuser in Hybridbauweise (massive Tragkonstruktion und nichttragende Holzaußenwände) realisiert.

Piktogramm zur Darstellung unserer verwendeten und nachhaltigen Ressourcen.

Ressourcen

Der Anteil an nachwachsenden, heimischen und zertifizierten Rohstoffen wurde durch die Holzkonstruktion, Holzfenster sowie Echtholzparkett maximiert.

Durch eine intelligente Grundrissplanung konnte der Wohnflächenverbrauch pro Bewohner gesenkt werden und somit Fläche als Ressource effizienter genutzt werden. So wurde z.B. auf ca. 95 m² eine 4-Zimmer-Familienwohnung untergebracht. Insgesamt kommen auf 3.547 m² Gesamtwohnfläche ca. 145 Bewohner, was einer Fläche von 24,5m² pro Kopf entspricht.

Der deutsche Durchschnitt lag 2019 bei 47m². Eine unterirdische Regenwasserzisterne sammelt und filtert das Niederschlagswasser, welches den Bewohnern der beiden Punkthäuser für Toilettenspülung, Waschmaschinen und Gartenwasser zur Verfügung steht.

Für einheimische Vogelarten, die in den glatten Fassaden der modernen Städte immer weniger Nistplätze finden, wurden in den Punkthäusern Nistkästen in die Fassade integriert.

Piktogramm einer Familie, die das nachhaltige Wohnen mit NEST darstellt.

Nachhaltig Wohnen

Familien- und seniorengerechte Elemente ermöglichen eine vielfältige Bewohnerschaft. So sind die Wohneinheiten im Erdgeschoss (außer den Maisonette-Wohnungen) sowie alle Wohnungen in den Punkthäusern barrierefrei ausgeführt. Im Erdgeschoss am Eingang der Wohnanlage befindet sich ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Duschbad, der von den Mietern kostenlos genutzt und nach deren Wünschen flexibel bespielt werden kann – als Raum zum Feiern, für Kinderbetreuung oder als Gästeappartement.

Das nachhaltige Mobilitätskonzept beinhaltet in der hellen, natürlich belüfteten Tiefgarage an jedem Stellplatz Lademöglichkeiten für Elektro-Autos. Die Stromanschlussleistung der gesamten Wohnanlage ist so hoch angesetzt, dass jetzt und in Zukunft an jedem Stellplatz gleichzeitig ein E-Auto geladen werden kann. Auf konventionellen Auto-Stellplätzen wurden abschließbare und reversible Fahrradgaragen für die Mieter installiert, ein System, dass je nach Bedarf flexibel erweitert und reduziert werden kann. Darüber hinaus stehen ausreichend bequem erreichbare Fahrradstellplätzen zur Verfügung.

Piktogramm zur Visualisierung der Fördermöglichkeiten von NEST-Projekten.

Wirtschaftlichkeit

Der zertifizierte Passivhaus-Standard ermöglicht es dem Eigentümer gemäß Heizkostenverordnung eine Warmmiete zu vereinbaren, somit auf einzelne Wohnungszähler zu verzichten und damit Kosten zu reduzieren. Die Bewohner haben durch das Mieterstromkonzept die Möglichkeit, den auf den Dächern produzierten und damit günstigeren Strom über den Energieversorger Polarstern zu beziehen.

Die Mieter profitieren darüber hinaus von den Regelungen des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus, welcher eine maximale Miethöhe vorschreibt, die sich am Mietspiegel orientiert. So wird bezahlbarer Wohnraum Realität.

Die besonders hohe Bauqualität des Passivhaus-Standards in Zusammenspiel mit dem zukunftssicheren Energiekonzept garantiert dem Eigentümer zudem eine hohe Wertstabilität und geringe Instandhaltungskosten.

NEST P#01: Smarte Versorgung mit Mieterstrom

Das Mieterstromkonzept in unserem Wohnprojekt P#01 im Panasonic-Video zur IFA 2018, Video auf Englisch

NEST P#01: Mieterstromkonzept erklärt

Das Mieterstromkonzept in unserem Wohnprojekt P#01 im Bayerischen Rundfunk; öffnet neues Fenster

SAT

SAT

Innenhof 2

Innenhof 1

Innenraum

SAT

BEHAGLICH, WOHNLICH, EFFIZIENT

Saturnstraße, Aschheim bei München

TYP
MEHRFAMILIENHAUS

WOHNEINHEITEN
16

WOHNFLÄCHE
1.142 m²

FERTIGSTELLUNG
1987 / 2015

Energiestandard
Nullenergieprojekt, KfW Effizienzhaus 55

BAUWEISE
Holzbauweise

Leistungen NEST
Bauträger, (Umbau-) Architektur, Energetische Fachplanung, Förder- und Zertifizierungsbegleitung, Vermarktung + Vertrieb​

Innenhofansicht der Passivhaus-Wohnanlage NEST P#02 in München.

NEST realisierte mit dem Projekt SAT in Aschheim bei München den vollständigen Umbau und die Modernisierung eines Bürogebäudes auf ein KfW 55-Mehrfamilienhaus. Es entstanden sechzehn 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen, jeweils mit privaten Gärten im Erdgeschoss sowie Balkonen in den Obergeschossen. Das Gebäude wurde bereits 1989 als Niedrigenergiehaus größtenteils in Holzbauweise realisiert und wurde im Jahr 2015 von NEST angekauft, umgebaut und hochwertig energetisch modernisiert.

Piktogramm eines NEST-Passivhauses.

Energetischer Gebäudestandard

Das Gebäude erhielt einen über die damaligen gesetzlichen Vorschriften (EnEV-Standard 2009) hinausgehenden Energiestandard nach KfW-Effizienzhaus-Standard 55 und kann somit nach Sanierung einen Primärenergiebedarf von 55% gegenüber einem Neubau aufweisen.

Piktogramm zur Visualisierung der Energieversorgung unserer NEST-Passivhäuser.

Energieversorgung

Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt durch erneuerbare Energien über einen Geothermie-Fernwärmeanschluss. Die einzelnen Einheiten verfügen jeweils über eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

NEST SAT ist ein Nullenergieprojekt, also ein Gebäude mit ausgeglichener Primärenergiebilanz. Das bedeutet: Der Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom wurde so weit reduziert, dass dieser rein rechnerisch vollständig durch eigene Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien (Geothermie, Solarstrom) gedeckt werden kann. Auf der Fläche des Westdachs befand sich bereits vor der Modernisierung eine Photovoltaikanlage mit ca. 21 kWp Leistung, die erhalten und in die weitere Planung einbezogen wurde.

Piktogramm, das den energetischen Gebäudestandard der NEST-Passivhäuser darstellt.

Baustoffe + Konstruktion

Das Bestandsgebäude wurde 1989 bereits größtenteils in Holzbauweise realisiert, lediglich die zwei Treppenhäuser in Massivbauweise.

Bei der energetischen Sanierung wurde die Außenwand-, Dach- und Kellerdämmung zusätzlich verstärkt, neue Passivhausfenster eingesetzt sowie die gestalterische Modernisierung des Treppenhauses und der Fassade vorgenommen.

Piktogramm zur Darstellung unserer verwendeten und nachhaltigen Ressourcen.

ResSourcen

Durch den Umbau des Bestandsgebäudes wurden Ressourcen geschont und die im Gebäude bereits vorhandene, graue Energie bleibt weiter gebunden. Das gesamte dreigeschossige Gebäude ist bis auf die massiven Treppenhäuser ab Oberkante Kellergeschoss in reiner Holzbauweise realisiert.

Wiederverwendung von Bestandsmaterialien: Die Brüstungsgeländer der neuen Balkone für die Wohnungen wurden aus den nicht mehr benötigten Gitterrosten der Wartungsstege des ursprünglichen Bürohauses hergestellt. Die Gitterroste wurden ausgebaut, neu verzinkt und wieder eingebaut. Diese gestalterisch hochwertig in den Entwurf eingebundene Weiterverwendung von Bauteilen spart zusätzlich Ressourcen.

Piktogramm einer Familie, die das nachhaltige Wohnen mit NEST darstellt.

Nachhaltig Wohnen

Die Grundrisse der einzelnen Wohnungen blieb aufgrund der Holzbauweise und des bestehenden Stützenrasters flexibel und wurde mit den jeweiligen Käufern hinsichtlich ihrer Wünsche individuell geplant und abgestimmt. Auch Sonderwünsche zur Ausstattung wurden nachhaltig umgesetzt, um eine langfristige und zukunftssichere Nutzung der Wohnungen und Käuferzufriedenheit zu gewährleisten. Die Wohnungen im EG und im Treppenhaus Süd des Mehrfamilienhauses sind barrierefrei erreichbar.

Das Gebäude befindet sich mit seiner zentralen Lage in Aschheim in einem attraktiven Umfeld. Sämtliche Einrichtungen des täglichen Bedarfs können fußläufig erreicht werden; der Busanschluss, der die Bewohner mit dem U- und S-Bahn-Netz Münchens verbindet, befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Piktogramm zur Visualisierung der Fördermöglichkeiten von NEST-Projekten.

Wirtschaftlichkeit

Durch den KfW 55 Effizienzhaus-Standard konnten die Eigentümer bei ihrer Finanzierung die vergünstigten Darlehen der KfW inklusive Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen.

Die Bewohner des Hauses profitieren von dauerhaft niedrigen Heizkosten aufgrund des hohen energetischen

Standards (Energieeffizienzklasse A, Energiebedarf: 49 kWh/m²a, Energie-Bedarfs-Ausweis, Baujahr 1989/2014, Geothermie).