Innenhof 2

Innenhof 1

Garten Süd

Hochbeete

Punkthaus Nord

P#02

Gemeinschaftlich, Klimagerecht, Innovativ

Prinz-Eugen-Park, Ruth-Drexel-Straße, München

TYP
Wohnanlage

WOHNEINHEITEN
61

WOHNFLÄCHE
4.862 m²

FERTIGSTELLUNG
2020

Energiestandard
Passivhausstandard,
KfW Effizienzhaus 40 Plus

BAUWEISE
Holz- + Holz-Hybridbauweise

Leistungen NEST
Architektur, Bauträger, Vermietung

Innenhofansicht der Passivhaus-Wohnanlage NEST P#02 in München.

Im Münchner Quartier Prinz-Eugen-Park realisierte NEST 2020 die Wohnanlage P#02 mit 61 Eigentumswohnungen, Gemeinschaftsraum und Tiefgarage.
Die 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen sind auf sieben Gebäude verteilt und bilden eine ruhige und nachbarschaftliche Wohnanlage. Zwei 4-geschossige Punkthäuser sowie fünf Wohnriegel beherbergen sowohl klassische Geschosswohnungen als auch Stadthäuser und Maisonette-Einheiten. Jede Wohnung verfügt entweder über einen eigenen Garten, einen Balkon oder eine Dachterrasse. Jeweils zwei Wohnriegel sind zu einem Wohnhof mit integrierten Terrassen-Bereichen und kommunikativen Zonen zusammengefasst. Die Aufenthaltsräume sind nach Süden ausgerichtet und durch große Fensterflächen mit viel Tageslicht und passiver Solarenergie versorgt. 20% der Wohneinheiten wurden im Förderprogramm „München Modell“ der Landeshauptstadt München realisiert.

Piktogramm eines NEST-Passivhauses.

Energetischer Gebäudestandard

Alle Gebäude wurden als Passivhäuser zertifiziert und als KfW-Effizienzhaus 40 Plus realisiert.
Piktogramm zur Visualisierung der Energieversorgung unserer NEST-Passivhäuser.

Energieversorgung

Die Wohnanlage ist an das Fernwärmenetz der Stadtwerke München angeschlossen. Die Fernwärme weist einen sehr guten Primärenergiefaktor auf. Die Heizung innerhalb der Wohnungen erfolgt über klassische Heizkörper in allen Räumen.

Auf den Dächern der Gebäude wurden Photovoltaikanlagen mit insgesamt 110 kWp errichtet. Der dort erzeugte Solarstrom wird entweder von den Bewohnern direkt genutzt oder der Batteriespeicher speichert die nicht direkt benötigte Energie, so dass auch nach Sonnenuntergang Strom aus eigener Erzeugung zur Verfügung steht. Insgesamt kann in der Wohnanlage rund 40 % des Gesamtstrombedarfs gedeckt werden. Was dann noch fehlt, wird durch 100% Ökostrom aus dem öffentlichen Netz gedeckt. Dieses Mieterstromkonzept wurde gemeinsam mit dem Energieversorger Polarstern umgesetzt. Mit dieser zukunftsweisenden Energieversorgung beteiligen sich die Bewohner aktiv an der Energiewende und sparen zugleich Stromkosten.

Piktogramm, das den energetischen Gebäudestandard der NEST-Passivhäuser darstellt.

Baustoffe + Konstruktion

Die fünf Wohnriegel der Anlage wurden in reiner Holzbauweise mit vereinzelten Stahlstützen errichtet. Die 4-geschossigen Punkthäuser wurden in Hybridbauweise (massive Tragkonstruktion und nichttragende Holzaußenwände) realisiert.

Piktogramm zur Darstellung unserer verwendeten und nachhaltigen Ressourcen.

Resourcen

Der Anteil an nachwachsenden, heimischen und zertifizierten Rohstoffen wurde durch die Holzkonstruktion, Holzfenster sowie Echtholzparkett maximiert.

Eine unterirdische Regenwasserzisterne sammelt und filtert das Niederschlagswasser, welches den Bewohnern der beiden Punkthäuser für Toilettenspülung, Waschmaschinen und Gartenwasser zur Verfügung steht.

Für einheimische Vogelarten, die in den glatten Fassaden der modernen Städte immer weniger Nistplätze finden, wurden in den Punkthäusern Nistkästen in die Fassade integriert

Piktogramm einer Familie, die das nachhaltige Wohnen mit NEST darstellt.

Nachhaltig Wohnen

Unterschiedlichste, barrierefreie Wohnungstypen schaffen Raum für eine vielfältige Bewohnerschaft. Die Grundrisse wurden in enger Planungsarbeit mit den Käufern auf deren Wünsche abgestimmt, so entstanden individuelle Wohneinheiten.

Um die Bildung einer engen Käufergemeinschaft zu unterstützen führte NEST während der Planungs- und Bauphase diverse Käufertreffen durch, bei denen sich die zukünftigen Bewohner bereits in dieser frühen Phase kennenlernen konnten und über Planung und Konzepte informiert wurden.

NEST stellt den Bewohnern einen großzügigen, flexibel bespielbaren Gemeinschaftsraum mit Küche, Duschbad und angrenzenden Gemeinschaftsgarten zur Verfügung. Wie dieser genutzt werden soll, entscheidet die Eigentümergemeinschaft in einem von NEST organisierten Arbeitskreis selbst. Ob für Feste, Gästeapartement oder einfach als Treffpunkt – es ist der geeignete Ort für Begegnung und gelebte Nachbarschaft.

Die Bewohner halten sich nicht zuletzt aufgrund des Gemeinschaftskonzepts gerne in der Wohnanlage auf und bilden eine soziale, enge und verantwortungsvolle Gemeinschaft, in der sich alle stark mit der Wohnanlage und ihrer Umgebung identifizieren.

Um das Projekt mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept abzurunden, gibt es in der hellen, natürlich belüfteten Tiefgarage an jedem Stellplatz Lademöglichkeiten für Elektro-Autos. Die Stromanschlussleistung der gesamten Wohnanlage ist so hoch angesetzt, dass jetzt und in Zukunft an jedem Stellplatz gleichzeitig ein E-Auto geladen werden kann. Eine Schnell-Ladestation steht auf dem Stellplatz des Gemeinschaftsraums zusätzlich zur Verfügung. Drei große Fahrradräume sowie ausreichend Fahrradstellplätze im Erdgeschoss bieten Platz für Räder und Anhänger der Bewohner. Der von NEST organisierte Käufer-Arbeitskreis Mobilität realisiert ein innovatives Sharing-Konzept innerhalb der Eigentümerschaft.

Piktogramm zur Visualisierung der Fördermöglichkeiten von NEST-Projekten.

Wirtschaftlichkeit

Der extrem energieeffiziente Gebäudestandard führt für die Eigentümer zu langfristig niedrigen Heizkosten und macht sie weitgehend unabhängig von steigenden Energiepreisen. Durch das Mieterstromkonzept haben die Bewohner die Möglichkeit, den auf den Dächern produzierten, günstigeren Strom über den Energieversorger Polarstern zu beziehen.

Durch den KfW 40 Plus Effizienzhaus-Standard konnten die Eigentümer bei ihrer Finanzierung die vergünstigten Darlehen der KfW inklusive Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen.

Durch ein innovatives Planungsmodell konnten benachbarte Wohneinheiten im NEST P#02 zu einer größeren Wohnung zusammengefügt werden, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder getrennt und als Einzelwohnungen zur Verfügung stehen können. Dies ermöglicht eine besondere Flexibilität sowohl im Wohnen als auch in der Finanzierung.

Die besonders hohe Bauqualität des Passivhaus-Standards in Zusammenspiel mit dem zukunftssicheren Energiekonzept garantiert den Eigentümern zudem eine hohe Wertstabilität und geringe Instandhaltungskosten.

Piktogramm zur Darstellung des Co2-Verbrauchs der NEST-Passivhäuser.

Co2

Der von NEST errechnete CO2-Fußabdruck für den Bau (ca. 1.900 t) und den Energiebedarf (ca. 12 t/Jahr) der gesamten Wohnanlage liegt durch Holzbau, hohe Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien bereits weit unter dem herkömmlicher Wohnanlagen. Durch die Pflanzung von 5.000 Bäumen wurde nicht nur der Bau der Wohnanlage von NEST kompensiert, sondern auch der CO2-Bedarf für das Wohnen für die nächsten Jahrzehnte. Die Eigentümer können damit diesen Anteil an ihrem privaten Fußabdruck außer Acht lassen – denn sie wohnen bereits tatsächlich klimaneutral. Durch die Baumpflanzung wurde darüber hinaus das verbaute Holz wieder an die Natur zurückgegeben.