NEST_P1_Punkthaeuser_Sued

Front

Westansicht

Innenhof 1

Wohnzimmer 1OG

Riegel1 Süd

P#01

NACHHALTIG, QUALITÄTVOLL, BEZAHLBAR

Prinz-Eugen-Park, Ruth-Drexel-Straße, München

TYP
Wohnanlage

WOHNEINHEITEN
55

WOHNFLÄCHE
3.547 m²

FERTIGSTELLUNG
2018

Energiestandard
Passivhausstandard,
KfW Effizienzhaus 40 Plus

BAUWEISE
Holz- + Holz-Hybridbauweise

Leistungen NEST
Architektur, Generalübernehmer, Vermietung

Westansicht der Passivhaus-Wohnanlage NEST P#01 im Prinz-Eugen-Park in München.

Mitten im neu entstandenen Quartier Prinz-Eugen-Park in München und umgeben von altem Baumbestand und üppigem Grün realisierte NEST 2018 die Wohnanlage P#01 mit 55 Mietwohnungen, Gemeinschaftsraum und Tiefgarage. Die Wohnungen entstanden im Rahmen des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus der Stadt München. Aufgrund der innovativen Konzeptbewerbung erhielt NEST bei der Grundstücksausschreibung der Stadt München den Zuschlag. Mit einer zukunftsorientierten Planung und Projektentwicklung verkaufte NEST das Projekt an einen privaten Investor und realisierte für diesen die Wohnanlage als Generalübernehmer . Um das Rundum-Paket für den neuen Eigentümer abzuschließen übernahm NEST auch die Erst-Vermietung der Wohnungen.

Die 55 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen unterschiedlichster Typologie – von Geschosswohnungen bis zum Stadthaus – sind aufgeteilt auf zwei 4-geschossige Punkthäuser sowie vier niedrigere sogenannte „Atriumhaus“-Riegel. Die Atriumhäuser schließen sich zu je zwei gemeinschaftlichen Wohnwegen zusammen. Jede Wohnung besitzt einen nach Süden ausgerichteten Terrassenhof, Balkon oder Dachterrasse. Alle Aufenthaltsräume sind nach Süden ausgerichtet und durch große Fensterflächen mit viel Tageslicht und passiver Solarenergie versorgt. Ein besonderes Erschließungssystem in den Wohnwegen mit integrierten Terrassen-Bereichen und kommunikativen Zonen ermöglicht bei Maximierung der Wohnfläche gleichzeitig eine enge Mietergemeinschaft.

Piktogramm eines NEST-Passivhauses.

Energetischer Gebäudestandard

Alle Gebäude wurden als Passivhäuser zertifiziert und als KfW-Effizienzhaus 40 Plus realisiert.
Piktogramm zur Visualisierung der Energieversorgung unserer NEST-Passivhäuser.

Energieversorgung

Die Wohnanlage ist an das Fernwärmenetz der Stadtwerke München angeschlossen. Die Fernwärme weist einen sehr guten Primärenergiefaktor auf. Die Heizung innerhalb der Wohnungen erfolgt über klassische Heizkörper in allen Räumen.

NEST hat mit P#01 als erster Bauträger deutschlandweit eine Mieterstrom-Wohnanlage mit Groß-Batteriespeicher realisiert. Auf den Dächern der Gebäude wurden dazu Photovoltaikanlagen mit 80kWp errichtet. Der dort erzeugte Solarstrom wird entweder von den Bewohnern direkt genutzt oder der Batteriespeicher speichert die nicht direkt benötigte Energie, so dass auch nach Sonnenuntergang Strom aus eigener Erzeugung zur Verfügung steht. Insgesamt kann in der Wohnanlage rund 40 % des Gesamtstrombedarfs gedeckt werden. Was dann noch fehlt, wird durch 100% Ökostrom aus dem öffentlichen Netz gedeckt. Dieses Mieterstromkonzept wurde gemeinsam mit dem Energieversorger Polarstern umgesetzt. So ist jederzeit eine saubere, sichere und preiswerte Stromversorgung garantiert.

Piktogramm, das den energetischen Gebäudestandard der NEST-Passivhäuser darstellt.

Baustoffe + Konstruktion

Die vier Atriumhäuser wurden in reiner Holzbauweise mit vereinzelten Stahlstützen errichtet, die 4-geschossigen Punkthäuser in Hybridbauweise (massive Tragkonstruktion und nichttragende Holzaußenwände) realisiert.

Piktogramm zur Darstellung unserer verwendeten und nachhaltigen Ressourcen.

Resourcen

Der Anteil an nachwachsenden, heimischen und zertifizierten Rohstoffen wurde durch die Holzkonstruktion, Holzfenster sowie Echtholzparkett maximiert.

Durch eine intelligente Grundrissplanung konnte der Wohnflächenverbrauch pro Bewohner gesenkt werden und somit Fläche als Ressource effizienter genutzt werden. So wurde z.B. auf ca. 95 m² eine 4-Zimmer-Familienwohnung untergebracht. Insgesamt kommen auf 3.547 m² Gesamtwohnfläche ca. 145 Bewohner, was einer Fläche von 24,5m² pro Kopf entspricht.

Der deutsche Durchschnitt lag 2019 bei 47m². Eine unterirdische Regenwasserzisterne sammelt und filtert das Niederschlagswasser, welches den Bewohnern der beiden Punkthäuser für Toilettenspülung, Waschmaschinen und Gartenwasser zur Verfügung steht.

Für einheimische Vogelarten, die in den glatten Fassaden der modernen Städte immer weniger Nistplätze finden, wurden in den Punkthäusern Nistkästen in die Fassade integriert.

Piktogramm einer Familie, die das nachhaltige Wohnen mit NEST darstellt.

Nachhaltig Wohnen

Familien- und Seniorengerechte Elemente ermöglichen eine vielfältige Bewohnerschaft. So sind die Wohneinheiten im Erdgeschoss (außer den Maisonette-Wohnungen) sowie alle Wohnungen in den Punkthäusern barrierefrei ausgeführt. Im Erdgeschoss am Eingang der Wohnanlage befindet sich ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Duschbad, der von den Mietern kostenlos genutzt und nach deren Wünschen flexibel bespielt werden kann – als Raum zum Feiern, für Kinderbetreuung oder als Gästeapartment.

Das nachhaltige Mobilitätskonzept beinhaltet in der hellen, natürlich belüfteten Tiefgarage an jedem Stellplatz Lademöglichkeiten für Elektro-Autos. Die Stromanschlussleistung der gesamten Wohnanlage ist so hoch angesetzt, dass jetzt und in Zukunft an jedem Stellplatz gleichzeitig ein E-Auto geladen werden kann. Auf konventionellen Auto-Stellplätzen wurden abschließbare und reversible Fahrradgaragen für die Mieter installiert, ein System, dass je nach Bedarf flexibel erweitert und reduziert werden kann. Darüber hinaus stehen ausreichend bequem erreichbare Fahrradstellplätzen zur Verfügung.

Piktogramm zur Visualisierung der Fördermöglichkeiten von NEST-Projekten.

Wirtschaftlichkeit

Der zertifizierte Passivhaus-Standard ermöglicht es dem Eigentümer gemäß Heizkostenverordnung eine Warmmiete zu vereinbaren, somit auf einzelne Wohnungszähler zu verzichten und damit Kosten zu reduzieren. Die Bewohner haben durch das Mieterstromkonzept die Möglichkeit, den auf den Dächern produzierten und damit günstigeren Strom über den Energieversorger Polarstern zu beziehen.

Die Mieter profitieren darüber hinaus von den Regelungen des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus, welcher eine maximale Miethöhe vorschreibt, die sich am Mietspiegel orientiert. So wird bezahlbarer Wohnraum Realität.

Die besonders hohe Bauqualität des Passivhaus-Standards in Zusammenspiel mit dem zukunftssicheren Energiekonzept garantiert dem Eigentümer zudem eine hohe Wertstabilität und geringe Instandhaltungskosten.